Holz-Kollektor-Fassade
Minimierung von Transmissionswärmeverlusten
Mit dem
Pilotprojekt „Holz-Kollektor-Fassade“ baut B&O seine Kompetenzen und
Erfahrungen bei Gebäudehüllen und Haustechnik weiter aus. Entwickelt wurde die Fassade von SCHANKULA
Architekten/Diplomingenieure zusammen mit B&O
und der Fa. Baufritz. Das Projekt wird vom Bayerischen
Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) begleitet und von der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.
Ein einzigartiges Prinzip
Bei der Holz-Kollektor-Fassade
wird Frischluft durch Poren in der Außendämmung ansaugt. Mittels Durchströmung des Dämmmaterials werden
Teile der Transmissionswärmeverluste zurückgewonnen. Die Dämmung befindet sich
geschützt hinter einer Glasscheibe. Bei Sonnenschein führt der Kollektoreffekt
der Glasscheibe zusätzlich zu einer Erwärmung der Frischluft. Die
Transmissionswärmeverluste können somit noch weiter reduziert werden. Bei einer
konventionellen Vorsatzschale würde ein U-Wert von 0,1 W/m²K nach dem heutigen
Stand der Technik eine Dämmstärke von
30 cm erfordern. Bei der
Holz-Kollektorfassade kann schon mit 5 cm Dämmstärke ein U-Wert von 0,1 W/m²K
erreicht werden. Die Energie der angesaugten Luft kann bei Bedarf an die Zuluft
der Wohnungen abgegeben werden.
Mieterfreundliche Sanierung
Neben der höheren Dämmwirkung ist die geringe Beeinträchtigung der Nutzer ein weiterer Vorteil dieses Sanierungskonzeptes, denn nahezu alle Maßnahmen können von außen durchgeführt werden. Die notwendigen Lüftungs- und Heizleitungen können in den Fassadenelementen integriert werden, es ist kein zusätzlicher Platzbedarf notwendig. Die Fassade besteht nahezu komplett aus natürlichen Materialien, für die luftdurchströmte Wärmedämmung werden beispielsweise Naturfaserplatten aus Hanfgewebe eingesetzt.
Vorteile der Holz-Kollektor-Fassade:
- Kurze Bauzeit und hohe Qualität durch Vorfertigung
- Unabhängig von der Jahreszeit
- Erhöhung des Wohnkomforts
- Integration der Zulufttechnik in der Fassade

